HDR-Fotographie

Was genau bedeutet nun HDR-Fotographie. Zunächst zur Abkürzung HDR. Das steht für High Definition Range und heißt auf deutsch soviel wie “kontrastreich” abbilden.

Was braucht man nun dazu?

  • ein Stativ
  • eine Kamera, die Belichtungsreihen mit mindestens 3 Bilder kann
  • zur Nachbearbeitung eine passende Software

Das Stativ an sich muss keine besonderen Merkmale aufweisen, jedoch empfiehlt es sich genrell immer, ein robustes Stativ zu besitzen, das auch ein gewisses Eigengewicht mitbringt, damit es sich nicht buchstäblich wie ein Fähnchen im Wind verhält.

Auch wenn ich vorhin gesagt habe, dass die Kamera Belichtungsreihen können muss, ist das nicht zwingend erforderlich, aber erleichtert die Arbeit ungemein! Warum? Weil die Kamera, die Belichtungsreihen kann, mit einem Knopfdruck mehrere Bilder von allein macht und man nicht nach jedem Bild manuell herumfummeln muss und dadurch ungewollt den Bildausschnitt minimal verändern könnte. Warum ist das wichtig? Gute Überleitung dazu, wie diese Art von Fotografie eigentlich funktioniert.

Generell und vereinfacht kann man sagen, dass man ein Bild mindestens 3x braucht. Und zwar in einer unterbelichteten, in einer normalen und in einer überbelichteten Version. Dies ist zwingend nötig, um die Kontraste so herauszuarbeiten, wie es diese Technik ermöglicht. Wenn man dies dann hinter sich hat, kommt die eigentliche Arbeit am PC. Ich will jetzt auch nicht drüber philosophieren, wie man welche Belichtungszeiten errechnet und wie man die Anzahl der einzelnen Bilder berechnet, die man braucht und welchen Punkt man für eine genaue Messung dieser Sachen fokussieren muss/soll.  Das bringt die Erfahrung und die Zeit mit sich und jeder entwickelt dabei irgendwann sowieso seinen eigenen Stil.

In Sachen Software kann sich auch jeder ein Bild darüber machen, welche sich am Besten für ihn eignet. Einfach Google fragen und einzelne Programme ausprobieren. Sehr beliebt sind Picturenaut (kostenlos) und Photomatix (nicht kostenlos). Photomatix aber erlaubt die Nutzung des kompletten Funktionsumfangs.  Einzige Einschränkung ist, dass in der Testversion über das ganze Bild hinweg automatisch ein Wasserzeichen eingefügt wird. Eine ebenso zwar nicht kostenlose, aber sehr umfangreiche Ergänzung könnte  auch die Nik Collection von Google sein, die Plugins für Adobe Lightroom bietet. Hier sind neben dem “HDR-Modul” noch weitere empfehlenswerte Module mit inbegriffen.

Wenn man dann die Software der Wahl (oder zum Test) installiert hat, lädt man einfach die jeweilige Bilderserie rein und lässt dann die Software den Rest machen. Die Bedienung ist sehr intuitiv. Wenn dann das erste Ergebnis raus kommt, kann man mit den passenden Schiebereglern den gewünschten Effekt erzielen und anschließend sein erstes HDR-Foto exportieren.

Mein Tipp: auch ich habs zu Anfang übertrieben mit den künstlichen Effekten, was man auch in den ersten HDR-Fotos merkt. Aber ein richtiges HDR sollte man eigentlich auf den ersten Blick nicht bis kaum von einem normalen Bild unterscheiden können.

Kommentare sind geschlossen